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Alle Gründungsmitglieder (Paul Schmed, Urban Brüesch, Jules Frangi, Dorli Koch und Robert Fischli) waren ehemalige Mitglieder der TUG, welche eine Alternative zu ihrem damaligen Theaterverein suchten. Dass sie dabei auf Märchentheater verfielen, erstaunt nicht, denn alle anderen Sparten des Theaters waren im Raume Chur abgedeckt. So wurde aus der Not eine Tugend gemacht und die Marktlücke war gefunden. Am 4. Dezember 1968 wurde die Freie Bühne Chur gegründet.
Bei der Namensgebung spielte es eine grosse Rolle, dass man sich nicht auf eine Richtung fixieren wollte, darum „Freie Bühne Chur“. Diese Freiheit bezeugen die ersten Statuten, in denen unter Punkt 2 „Vereinszweck“ folgendes festgehalten war: „Der Verein bezweckt die Ausbildung von Laienspielern und die Aufführung von literarisch einwandfreien Bühnenwerken (Schauspiel, Lustspiel, Märchen, Freilichtspiel, Cabaret usw.) sowie die Pflege der Geselligkeit. Der Verein kann auch Unterhaltungsanlässe jeder Art selbst oder mit Beteiligung anderer Mitwirkenden durchführen sowie sich an ähnlichen Veranstaltungen beteiligen.“
Erst in den revidierten Statuten 1984 bekannte der Verein sich klar zum Märchentheater: „Der Verein bezweckt die Organisation und das Spielen von Volkstheater, insbesondere die Aufführung von Märchen.“
Nur versuchsweise und ohne grössere Ambitionen wurde 1969 das erste Stück „Froschkönig“ aufgeführt. Der Verein wurde dabei vom riesigen Publikumsaufmarsch völlig überrumpelt, so dass in aller Eile noch Stühle und Bänke herbeigeschafft werden mussten. Dieser erste Erfolg (der sich übrigens noch im Saal des Hotels Marsöl ereignete), gab den Verantwortlichen den Mut, ihre Aufführungen das nächste Mal im Stadttheater abzuhalten. So brachte und bringt also die Freie Bühne Chur seit 1970 ununterbrochen mindestens ein Kinder- oder Jugendstück im Theater Chur zur Aufführung.
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